Frauenquote: Kabinett beschließt Gesetzentwurf

Shutterstock

Das Bundeskabinett hat am 06.01.2021 einen Gesetzentwurf beschlossen, der unter anderem Vorgaben für die Besetzung von Vorständen börsennotierter und paritätisch mitbestimmter Unternehmen vorsieht.

Bei mehr als drei Vorstandsmitgliedern muss demnach künftig eine Frau im Vorstand vertreten sein. Bereits im November 2020 hatten sich CDU/CSU und SPD auf einen entsprechenden Kompromiss geeinigt. Das Zweite Führungspositionengesetz (FüPoG II) soll nach gemeinsamen Angaben des Bundesjustizministeriums (BMJV) und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) die 2015 in Kraft getretenen Regelungen weiterentwickeln.

Der VDMA lehnt eine gesetzliche Frauenquote weiterhin ausdrücklich ab. Jede Quotierung ist ein Eingriff in die Personalhoheit des einzelnen Unternehmens, der mit den Vorstellungen eines möglichst freien Unternehmertums unvereinbar ist. Stattdessen sollte der Staat bessere Voraussetzungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf schaffen. Zudem hängen die schlechteren Aufstiegschancen von Frauen auch mit der Berufswahl zusammen: es gibt immer noch zu wenige Frauen, die sich für einen technischen Beruf entscheiden. Das zu ändern ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Dieser Wandel lässt sich nicht per Gesetz verordnen.

Weitere Informationen sowie der Gesetzentwurf sind auf der Homepage des BMFSFJ zu finden (https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/gesetze/zweites-fuehrungspositionengesetz-fuepog-2/164226).