Tarifrunde M+E: IG Metall fordert bis zu 4 Prozent

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Der Vorstand der IG Metall hat am 9. November 2020 seine Forderungsempfehlung an die regionalen Tarifkommissionen verkündet.

Unter anderem sieht der Forderungskatalog ein „Volumen von 4 % zur Stärkung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen“, bei einer Laufzeit von 12 Monaten vor. Dieses Volumen soll auch für Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung zur Verfügung stehen, etwa für einen Teilentgeltausgleich bei Arbeitszeitabsenkungen. Die ausführliche Forderungsempfehlung kann hier eingesehen werden.

Der VDMA sieht die Forderungen sehr kritisch. In der aktuellen Situation gibt es im Maschinenbau keinen Verteilungsspielraum, weder für Lohnerhöhungen noch für andere kostensteigernde Maßnahmen wie Arbeitszeitverkürzungen mit Lohnausgleich. Positiv ist jedoch zu werten, dass die IG Metall, den Betrieben mehr Eigenverantwortung bei der Umsetzung eines Tarifvertrags einräumen möchte. Dazu muss allerdings auch die Möglichkeit gehören, dass sich die Betriebe sich auf eine Nullrunde verständigen.