Maschinenbau weitet Forschungsaufwendungen aus

Der Maschinenbau in Deutschland erhöhte 2017 seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) und gehört zu den drei Branchen, die über die Hälfte der FuE-Aufwendungen im Verarbeitenden Gewerbe stemmen. Mindestens jeder zweite Maschinenbauer führte 2017 ein Innovationsprojekt erfolgreich durch. Damit liegt die Branche über dem Durchschnitt der deutschen Wirtschaft.

Im Jahr 2017 stiegen die Ausgaben der deutschen Wirtschaft für FuE so stark wie noch nie: 6 Mrd. EUR mehr wurden in diesem Jahr für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben ausgegeben. Das Ziel der Bundesregierung, gesamtstaatlich 3,0 % des Bruttoinlandsprodukts für FuE aufzubringen, wurde erstmals erreicht. Damit gehört Deutschland in der EU gemeinsam mit Schweden, Österreich und Dänemark zu den stärksten Investoren in Innovationen. Aber Länder wie Südkorea, Israel oder Japan weisen noch höhere FuE-Quoten auf. Bis zum Jahr 2025 möchte die Regierung die FuE-Quote auf 3,5 % erhöhen. CDU/CSU und SPD legten dies in ihrem Koalitionsvertrag fest. Die Expertenkommission für Forschung und Innovation (EFI) empfahl dieses Ziel bereits im Jahr 2013.

Etwa 85 % der internen FuE-Aufwendungen des Wirtschaftssektors lassen sich dem Verarbeitenden Gewerbe zurechnen. Zu den forschungsstärksten drei Industrien zählen in absteigender Reihenfolge: der Automobilbau, die Elektroindustrie und der Maschinenbau. Mittlerweile steht der Maschinenbau allein für 10 % der internen FuE-Aufwendungen des Verarbeitenden Gewerbes.

 

VDMA-Publikation zum Thema Forschung und Innovationen im Maschinenbau

In der Broschüre „Maschinenbau weitet Forschungsaufwendungen aus“ wird zunächst der aktuelle Stand (2017) der Innovationsaktivität des Maschinenbaus eingegangen. Der Unterpunkt zur Auftragforschung (externe FuE-Aufwendung) unterstreicht die hohe Bedeutung des inländischen Wirtschafssektors für den Maschinenbau. Daneben werden die hierfür benötigten Ressourcen (Finanzmittel und Personal) jeweils in einem eigenen Kapitel untersucht. Es wird deutlich, dass die Produktionsberufe wichtig für die Forschung sind. Bei der Analyse der Finanzmittel zeigt sich, dass das ZIM Programm vielfach von Maschinenbauunternehmen genutzt wird. Mit einer Einführung der steuerlichen Forschungsförderung würde sich eine weitere Option auftun. Die Erfolge durch Innovationen lassen sich nicht nur in Patentdaten ausweisen, sondern auch in den Umsatzanteilen an Marktneuheiten. Dies wird im vorletzten Unterkapitel aufgezeigt. Abschließend wird der Blick in die Welt gerichtet, internationale Aspekte der Unternehmensgruppen werden hier näher betrachtet.

Neben der Publikation können Sie sich die wichtigsten Charts herunterladen.

 

 

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