Fachkräfteeinwanderungsgesetz zügig beraten

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VDMA-Präsident Carl Martin Welcker begrüßt, dass die parlamentarischen Beratungen zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz nun endlich beginnen.

Gegenüber dem „Handelsblatt“ (Mittwochsausgabe) warnte er allerdings vor übertriebenen Erwartungen. „Wir brauchen kontrollierte Zuwanderung. Sie wird die wirtschaftlichen und demographischen Probleme allein nicht lösen, aber kann den Fachkräftemangel lindern helfen.“

Der VDMA erwartet, dass das Gesetz zügig beraten wird. Auch die Umsetzung muss pragmatisch erfolgen, ohne dass gewollt oder ungewollt neue bürokratische Hürden entstehen. Das gilt vor allem für die Visavergabe an arbeitsuchende Fachkräfte aus Drittstaaten sowie die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse.

„Wir brauchen kontrollierte Zuwanderung. Sie wird die wirtschaftlichen und demographischen Probleme allein nicht lösen, aber kann den Fachkräftemangel lindern helfen.“

Mehr als nur ein Schönheitsfehler in dem Gesetzentwurf ist aus Sicht des VDMA allerdings, dass der Zeitarbeitsbranche untersagt ist, ausländische Fachkräfte für ihre Kundenunternehmen anzuwerben. Dabei könnten gerade mittelständische Industrieunternehmen von der Erfahrung der Personalvermittler bei der Rekrutierung ausländischer Arbeitskräfte profitieren. Der VDMA fordert den Bundestag deshalb auf, hier eine notwendige Korrektur im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens vorzunehmen und die Diskriminierung der Zeitarbeit zu beenden.