Digitalisierung braucht Innovation in allen Bereichen

VDMA

Eine hohe Innovationskraft ist ein Erfolgsfaktor im Maschinenbau – allerdings konzentrieren sich Unternehmen noch zu stark auf ihre Produkte.

Die Digitalisierung erfordert auch ein Umdenken in der Unternehmens- und Mitarbeiterführung. Das ist ein zentrales Ergebnis der aktuellen VDMA-Studie „Führung und Innovation in Zeiten der Digitalisierung“. Auf dem Maschinenbaugipfel ging es daher auch um die Frage, wie Unternehmen einen ganzheitlichen Ansatz für das digitale Zeitalter entwickeln können, der über technologische Fragen hinaus geht.

So denke der Maschinenbau zu wenig über Innovationen der Geschäftsmodelle nach, mahnte Dr. David Antons, Associate Professor, Head of Innovation, Strategy, and Organization Group der RWTH Aachen und einer der Autoren der Studie. „Dabei waren in der Vergangenheit die disruptiven Faktoren vor allem neue Geschäftsmodelle, begleitet von Produktinnovationen“, erläuterte er. Als Beispiel nannte Antons die Erfindung der Digitalkamera: Für Unternehmen, die früher Kameras und Farbfilme verkauften, änderten sich nicht nur Produkte, sondern auch das Geschäftsmodell. Das machte beispielsweise Anpassungen der Vertriebskanäle erforderlich.

Für eine konsequente Orientierung an Markt und Kunden warb Dr. Rolf Najork, Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG: „Das klingt nach einem alten Hut, aber das passiert im Moment zu wenig.“ Man müsse den Kunden verstehen und antizipieren, was der Markt in Zukunft nachfragen wird. „Dabei verkaufen Sie nicht mehr unbedingt materielle Produkte“, sagte Najork. Um die digitale Transformation zu meistern, sei auch eine entsprechende Kultur im Unternehmen notwendig: „Wir müssen Hunger auf Digitalisierung machen“, sagte Najork, „die jungen Leute begeistern, aber auch die älteren Mitarbeiter.“

Wie konkret das im Maschinenbau aussehen kann, stellte Wilfried Eberhardt vor, Chief Marketing Officer der KUKA AG. Sein Unternehmen habe sich – wie andere auch – vom Roboterhersteller zum Systemanbieter entwickelt. Künftig gehe es darum, alle Schritte der Produktion per Cloud miteinander zu verbinden. „Dafür sind Partnerschaften wichtig, man kann nicht alles allein machen“, sagte Eberhardt. Er verwies auch darauf, dass Veränderungen durch die Digitalisierung in einem zunehmenden Tempo abliefen. „Das sind wir im Maschinenbau nicht unbedingt gewohnt, auch hier können Partner helfen.“

Warum Innovationen mitunter schwer zu erreichen sind, erklärte Ingo Lewerendt, Head of Strategic Business Development der Basler AG. Zum einen seien zu viele Menschen, auch im Unternehmen, grundsätzlich skeptisch gegenüber Neuem oder würden Innovationen gar grundsätzlich ablehnen. Und zweitens würden aktuelle Erfolge unbeweglich machen. „Start-ups sind oft bereit, ungewohntes Gebiet zu erobern“, sagte Lewerendt. Stellen sich aber Erfolge ein, ging es vor allem darum, erobertes Gebiet zu verteidigen. „Wichtig ist, dass man immer auch beweglich bleibt und Leute im Unternehmen hat, die neue Gebiete erobern können.“

 

„Wir müssen Hunger auf Digitalisierung machen.“

Wie konkret das im Maschinenbau aussehen kann, stellte Wilfried Eberhardt vor, Chief Marketing Officer der KUKA AG. Sein Unternehmen habe sich – wie andere auch – vom Roboterhersteller zum Systemanbieter entwickelt. Künftig gehe es darum, alle Schritte der Produktion per Cloud miteinander zu verbinden. „Dafür sind Partnerschaften wichtig, man kann nicht alles allein machen“, sagte Eberhardt. Er verwies auch darauf, dass Veränderungen durch die Digitalisierung in einem zunehmenden Tempo abliefen. „Das sind wir im Maschinenbau nicht unbedingt gewohnt, auch hier können Partner helfen.“

Warum Innovationen mitunter schwer zu erreichen sind, erklärte Ingo Lewerendt, Head of Strategic Business Development der Basler AG. Zum einen seien zu viele Menschen, auch im Unternehmen, grundsätzlich skeptisch gegenüber Neuem oder würden Innovationen gar grundsätzlich ablehnen. Und zweitens würden aktuelle Erfolge unbeweglich machen. „Start-ups sind oft bereit, ungewohntes Gebiet zu erobern“, sagte Lewerendt. Stellen sich aber Erfolge ein, ging es vor allem darum, erobertes Gebiet zu verteidigen. „Wichtig ist, dass man immer auch beweglich bleibt und Leute im Unternehmen hat, die neue Gebiete erobern können.“