Arbeitszeitgesetz endlich zeitgemäß gestalten

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Im Hinblick auf die Herausforderungen der Digitalisierung mahnt der VDMA die dringend überfällige Reform des Arbeitszeitgesetzes an.

Dabei geht es nicht darum, das Schutzniveau für die Beschäftigten zu unterlaufen. Jedoch müssen deutlich mehr Gestaltungsspielräume auf betrieblicher und individueller Ebene eröffnet werden.

Dabei sollte man sich an der EU-Arbeitszeitrichtlinie orientieren. Dies gilt insbesondere für die Höchstarbeitszeit. Die Richtlinie beinhaltet lediglich Vorgaben zu einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit. Das Arbeitszeitgesetz - welches derzeit von einer täglichen Höchstarbeitszeit ausgeht - sollte dementsprechend geändert werden. Dies gilt auch für die Vorgaben zur ununterbrochenen 11-stündigen Ruhezeit. Hier sind dringend Abweichungsmöglichkeiten zu schaffen, um den Bedürfnissen der Beschäftigten und Arbeitgeber gerecht zu werden.

Der Reformbedarf war auch Thema in der Sitzung des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales am 26. September 2018. So stellte beispielsweise die FDP einen Antrag (19/1174) hinsichtlich der Umstellung auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit. Dieser wurde insbesondere von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und der Linkspartei abgelehnt.