VDMA: Arbeitsmarkt verlangt nach Einwanderungsgesetz

Agentur für Arbeit

Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt unterstreicht nach Ansicht von VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann die Notwendigkeit, dass die Politik endlich das angekündigte Einwanderungsgesetz vorlegt.

Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Mitarbeitern hält unvermindert an, wie die neuesten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit belegen. Der VDMA-Hauptgeschäftsführer warnt deshalb: "Vor allem der Engpass an technischen Fachkräften droht in Deutschland zum Bremsklotz für Wachstum und Beschäftigung zu werden." Das Angebot an heimischen Fachkräften reiche jedenfalls auf Dauer nicht aus, den Bedarf der deutschen Industrie zu decken. Da auch in anderen europäischen Staaten der Fachkräftemangel zunimmt, wären die Möglichkeiten der deutschen Unternehmen sehr begrenzt, qualifiziertes Personal innerhalb der EU für sich zu gewinnen, sagt Brodtmann. Er fordert deshalb von der Politik, den Zuzug von qualifizierten Fachkräften aus Nicht-EU-Staaten zu erleichtern. "Dazu brauchen wir ein Einwanderungsgesetz, das die bestehenden komplizierten Zuwanderungsregeln transparent gestaltet." Ein klares Regelwerk, dass sich an Faktoren wie Alter, beruflicher Erfahrung und Sprachkenntnissen orientiert, würde auch dazu beitragen, die Akzeptanz von qualifizierten Zuwanderern zu erhöhen.

Nach Angaben der Arbeitsagentur in Nürnberg hat sich der Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt fortgesetzt. Erwerbstätigkeit und sozialversicherungs-pflichtige Beschäftigung sind weiter gestiegen. So hat sich die Zahl der Erwerbstätigen im April saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 35.000 erhöht. Mit 44,62 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 592.000 höher aus. Der Anstieg beruht allein auf dem Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Diese ist im Vergleich zum Vorjahr um 725.000 gestiegen