Kultur auf Augenhöhe bei der Basler AG

Basler AG

Das Unternehmen fühlt sich mit einer partizipativen Kultur den Herausforderungen, die "4.0" mit sich bringt, gut gewachsen. Denn die Unternehmenskultur wird bei den Transformationen der Zukunft eine Basisrolle spielen.

Wie wir zukünftig arbeiten werden
Die Firma Basler pflegt schon seit jeher eine moderne Unternehmenskultur des Umgangs aller auf Augenhöhe und hat darüber hinaus mit einem ganzheitlichen Gesundheitsmanagement sowie der ausgeprägten Familienfreundlichkeit ein attraktives Umfeld für Mitarbeiter geschaffen. Dies sehen wir als wichtige Voraussetzung, um auch zukünftig Fachkräfte zu rekrutieren und an das Unternehmen zu binden.

Das Unternehmen fühlt sich mit einer partizipativen Kultur den technologischen und sozialen Herausforderungen, die unter dem Stichwort "4.0" diskutiert werden, gut gewachsen. Denn die Unternehmens kultur wird bei den Transformationen der Zukunft eine Basisrolle spielen.

 

Kultur auf Augenhöhe
Alle Türen stehen offen, auch die des Vorstands. Dieser sitzt nicht irgendwo separiert oder abgehoben in einem eigenen Stockwerk, sondern mittendrin. Auch haben Vorstand und Führungskräfte keine Privilegien wie eigene Parkplätze. Und vom Azubi bis zum Vorstand sind alle per Du, was sicher zum Teil auch auf nördliche Einflüsse zurückzuführen ist.

Außerdem sind wir mit 28 Jahren ein noch recht junges Unternehmen. Dennoch ist dies eine bewusste Entscheidung für einen Umgang auf Augenhöhe. Diese Kultur des respektvollen und wertschätzenden Umgangs, gemeinsamer Verantwortung und Leidenschaft unterstützt einerseits das wichtige Personalmarketing und Recruiting. Andererseits ist sie die Basis, dass die hohe Eigenverantwortung auch gelebt werden kann.

 

Auswirkungen auf Führung
Dies bleibt natürlich nicht ohne Auswirkungen auf die Führungskräfte. Denn mit der neuen Arbeitswelt wird auch die Rolle der Führungskraft auf den Kopf gestellt.

Die Top-down-Führung hat keine Chance mehr. "Wissen ist Macht" ist Vergangenheit, denn jeder hat Zugang zu Wissen. Die Führungskraft ist eher ein Coach, der bestimmte Rahmenbedingungen schaffen muss. Delegation und Empowerment sind nur möglich, wenn eine Vertrauens- und Fehlerkultur in der Organisation herrscht.

Nun kann man wertschätzende Kommunikation nicht auf einem Seminar lernen, da es sich um eine Haltung handelt: beide Gesprächspartner sind gleich wichtig und begegnen sich wertschätzend.

Führungskräften, die sich schwer tun, Verantwortung zu übergeben, kann es helfen, sich mit anderen Führungskräften auszutauschen oder dieses Thema mit einem Coach zu bearbeiten.
Wichtig ist auch eine gelebte Feedbackkultur, um diese Kommunikation auf Augenhöhe zu unterstützen bzw. einzufordern.

 

Auswirkungen auf die Gesundheit
Die mit der Digitalisierung einhergehende ständige Verfügbarkeit birgt auch Risiken. Es ist deshalb wichtig, das Verschmelzen von Arbeit und Freizeit bewusst zu begleiten. Wichtig ist, dass die Führungskraft als Vorbild agiert und zunächst auf sich selbst achtet und ihre Ressourcen nicht verbrennt. Durch richtiges Vorleben kann auch ein gesundes Verhalten ins Team transportiert werden.

Aber auch ständige Veränderungen und steigende Komplexität führen zu Belastungen bei den Mitarbeitern. Hier greift das betriebliche Gesundheitsmanagement bei Basler. Die Teams entwickeln jeweils gemeinsam individuelle Maßnahmen, um belastende Faktoren abzustellen und die Fähigkeiten zur Resilienz zu fördern.

 

Wichtiger Partner Betriesrat
Der Betriebsrat ist ein wichtiger Partner in Bezug auf die Gestaltung der Arbeitswelt von morgen, auch hier pflegt Basler eine Zusammenarbeit auf auf Augenhöhe. So kommen auc hvernünftige Interessensausgleiche zustande, wo es nicht auf Anhieb Win-win-Situationen gibt.

 

Arbeitszeitgesetz
Die Digitalisierung ermöglicht es, unabhängig von Zeit und Ort zu arbeiten. Diese Flexibilität kommt insbesondere der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zugute. Jedoch stößt dies schnell an die Grenzen des Arbeitszeitgesetzes. Ruhezeiten und Höchstarbeitszeiten können schnell verletzt werden, zum Beispiel wenn ein Arbeitnehmer gelegentlich einen Teil seiner täglichen Arbeitszeit in die Abendstunden verlegt, um seine Kinder tagsüber zu betreuen.

 

Ältere Mitarbeiter und 4.0
Jede Arbeitskraft wird gebraucht werden in der Zukunft. So beschäftigt sich Basler zurzeit intensiv mit der Fragestellung, ältere Mitarbeiter gesund und arbeitsfähig zu halten. Zum einen steigt die Zahl der Mitarbeiter, die gerne auch über das Renteneintrittsalter hinaus bei Basler arbeiten wollen.

Diese Mitarbeiter sind große Wissensträger und haben einen hohen Erfahrungsschatz. So begrüßt Basler das sehr. Zum anderen zwingt der demografische Wandel dazu, hier tätig zu werden. Hierzu hat Basler ein Projektteam gebildet, bestehend aus der Altersgruppe Ü55, die Maßnahmen erarbeiten. Dazu gehört auch das Angebot von sehr individuellen Beschäftigungsmodellen über das Renteneintrittsalter hinaus. Ebenso arbeitet Basler gerade an einem Förderprogramm für Mitarbeiter Ü55, um dieser Altersgruppe ein auf deren Bedürfnisse abgestimmtes Entwicklungsprogramm zu bieten.

 

Autorin:
Anja Sievers-Sack,
Personalleiterin
Basler AG,
www.baslerweb.com