Virtuelle Lab Tour „Künstliche Intelligenz“

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Mit einer virtuellen LabTour zum Thema „Künstliche Intelligenz“ erhielten die Teilnehmer einen Einblick in das Anwendungszentrum des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik (IML) und informierten sich über die aktuelle Forschung zur Künstlichen Intelligenz.

Der virtuelle Lab Tour „Künstliche Intelligenz“ fand am 26. November 2020 statt. Ziel der Veranstaltung war es, trotz der Coronapandemie, einen Einblick in das Anwendungszentrum des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik (IML) zu erhalten. Der Fokus lag hierbei auf der aktuellen Forschung zur Künstlichen Intelligenz (KI).

Judith Binzer, Referentin beim VDMA Forum Industrie 4.0, stellte die VDMA-Aktivitäten im Bereich Industrie-4.0- und KI-Forschung vor. Speziell für diese Thematik wurde ein eigener Arbeitskreis gegründet, um Experten und Ideen zusammenzubringen sowie neue Forschungsprojekte zu initiieren. Des Weiteren stellte sie den „Leitfaden Selbstlernende Produktionsprozesse“ vor, der sich mit Einführungsstrategien für Reinforcement Learning in der industriellen Praxis befasst.

Guido Reimann, Referent beim VDMA-Fachverband Software und Digitalisierung, gab einen Überblick zu den verschiedenen VDMA-Aktivitäten im Bereich der KI. Dabei stellte er den „Leitfaden Künstliche Intelligenz: Potenziale und Umsetzungen im Mittelstand“ vor und ging auf die KI-Aktivitäten der VDMA Startup-Machine ein.

Die aktuelle acatech-Studie „KI im Mittelstand“, durchgeführt durch das Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) der TU Darmstadt und unterstützt durch den VDMA, soll nach ihrer Fertigstellung mögliche Lücken und Defizite in der deutschen Förderlandschaft aufzeige. Darüber hinaus soll sie politische Entscheidungsträger bei der Konzeption zukünftiger Förderprogramme in diesem Bereich unterstützen. Die Umfrage richtet sich besonders an produzierende Unternehmen, die gerne unter an der Umfrage teilnehmen können.

Den Schwerpunkt der Veranstaltung bildete der virtuelle Rundgang durch das Industrie-4.0-Lab-Center des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik (IML) in Dortmund. Das Fraunhofer IML in Dortmund ist einer der drei Standorte von Digital in NRW, den Mittelstand-4.0-Kompetenzzentren in Nordrhein-Westfalen. Es unterstützt mittelständische Unternehmen rund um das Thema Digitalisierung und ist derzeit eines von 15 Kompetenzzentren in Deutschland mit KI-Trainern. KI-Trainer sollen Unternehmen beim Aufbau von KI-Expertise unterstützen, angefangen bei der Darstellung von Möglichkeiten und Bereiche von KI bis hin zur erfolgreichen Umsetzung von KI-Lösungen.

Um alle Unternehmen auf der Reise zu KI mitzunehmen, gibt es verschieden Formate, die sich in folgende Kategorien einordnen lassen: Informieren, Demonstrieren, Qualifizieren, Konzipieren und Umsetzen einordnen lassen. Nach Einführung in die Thematik KI und der Vorstellung verschiedener Anwendungsfelder ging Martin Friedrich, Senior Scientist am Fraunhofer IML zum virtuellen Rundgang über.

In diesem Rahmen zeigte er viele verschiedene Anwendungsfelder angefangen bei der automatisierten Dokumentenklassifizierung und der Nutzung von KI bei autonomen Intralogistik-Systemen zur Erfassung von Ladungsträgern über die Qualitätsprüfung von Spritzgussbauteilen oder die robotergestützte Brennholzpalettierung über Predictive Analytics, der vorausschauenden Wartung von Aufzügen bis hin zur Anwendung vom Maschinellem Lernen in der Verkehrslogistik.

Insgesamt war es ein gelungenes Format, was auch in Pandemiezeiten einen Einblick in die Praxis gewährt.

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Veranstalter

Die Veranstaltung wurde von ProduktionNRW angeboten. ProduktionNRW ist das Kompetenznetz des Maschinenbaus und der Produktionstechnik in Nordrhein-Westfalen und wird vom VDMA NRW durchgeführt. ProduktionNRW versteht sich als Plattform, um Unternehmen, Institutionen und Netzwerke untereinander und entlang der Wertschöpfungskette zu vernetzen, zu informieren und zu vermarkten. Wesentliche Teile der Leistungen, die ProduktionNRW erbringt, werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.