Befristete Beschäftigung: Sprungbrett oder Sackgasse?

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Eine aktuelle Studie hat bestätigt, dass Befristungen ein integraler Bestandteil des deutschen Arbeitsmarktes sind. Eine Regulierung der Befristung lehnt der VDMA weiterhin ab.

In einer aktuellen Studie hat das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) bestätigt, dass Befristungen ein integraler und unverzichtbarer Bestandteil des deutschen Arbeitsmarktes sind. Lesen Sie unter diesem Link hierzu weitere Informationen (pdf-Datei).
 

  • Befristungen sind ein Sprungbrett. Befristung ist oft ein Instrument, das beim Berufseinstieg von jungen Menschen aus dem Bildungssystem oder beim Wiedereinstieg von Arbeitslosen zur Anwendung kommt: die soziodemografische Gruppe, die am häufigsten von Befristungen betroffen ist, besteht aus jüngeren Arbeitnehmern bis 30 Jahren im Kontext des Berufseinstiegs.
     
  • Schon im ersten Jahr nach Eingang einer befristeten Beschäftigung kann ein nennenswerter Übergang in eine unbefristete Beschäftigung festgestellt werden (38 %), nach drei Jahren sind es bereits 56 %, weiterhin befristet sind nach drei Jahren 20 %. Der unfreiwillige Übergang in Arbeitslosigkeit ist mit 7 % gering. Damit sind nach drei Jahren deutlich mehr Personen in unbefristete Beschäftigung gewechselt als in befristeter Beschäftigung geblieben.

Der VDMA lehnt auch vor diesem Hintergrund eine - wie im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD angelegte - Regulierung der Befristung von Arbeitsverhältnissen weiterhin ab.