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Industrie 4.0 betrifft Denkweise und Philosophie im Unternehmen

17.03.2016 | id:12567965

Um mehr Klarheit über die Handlungsfelder der Personalarbeit im Rahmen I 4.0  zu bekommen, ist es zunächst sinnvoll, in die beiden Zielrichtungen in den Schwerpunkten für das Unternehmen zu unterscheiden, auch wenn es dort natürlich auch Überschneidungen gibt.

Industrie 4.0 als Geschäftsmodell für Unternehmen

  • Innovationsprozesse gestalten, möglich machen („Alles schneller neu = alles schneller alt“).
    Von eigenen ThinkTanks über interdisziplinäre interne Zusammenarbeit bis zur dezentralen Kooperation mit Externen
  • Qualifizierte Mitarbeiter bekommen („Fachkräfte mit digitaler DNA“), neue Ausbildung, Weiterbildung
  • Flexibler Mitarbeitereinsatz
  • Strategie und Vision – Wille der Geschäftsleitung


Industrie 4.0 als Anwender

  • Qualifikation der Mitarbeiter, welche Mitarbeiter brauche ich?
    Entwertung vs. Aufwertung von Facharbeit
  • Veränderung begleiten
  • Flexible Arbeitszeit, Mobilität der Arbeit, virtuelle Teams
  • Veränderung von Hierarchien
  • Investitionen

Die gesamte Wertschöpfungskette ist betroffen. Dementsprechend gilt es, die jeweiligen Mitarbeiter einzubinden und  gemäß der Priorisierung der Geschäftsleitung Ideen und Visionen zu entwickeln. Wenn Industrie 4.0 als Anwender einen konsistenten Prozess vom Kunden bis zum After Sales Service benötigt, sollten auch alle Beteiligten an diesem Prozess zum Umdenken veranlasst werden.
Ähnlich wie die Lean-Philosophie bedingt dies einen Paradigmenwechsel, auf dessen Philosophie die Mitarbeiter einzuschwören sind.
Wenn ein Unternehmen mit dem kontinuierlichen Verbesserungsprozess und Lean Management schon Erfahrung hat, wird es ihm leichter fallen, die technischen Möglichkeiten von Industrie 4.0  für neue / veränderte Produkte oder für neue Prozesse als Anwender zu nutzen.
 

Bildquelle : Festo

Veerkamp-Walz, Andrea
Veerkamp-Walz, Andrea
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