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Arbeit 4.0 erfordert moderne politische Rahmenbedingungen

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Der technologische Fortschritt wird nur dann wirklich gelingen können, wenn der beschäftigungspolitische Rahmen bereits heute an die Erfordernisse der Zukunft angepasst wird. Selbstverständlich müssen die Unternehmen gemeinsam mit den Beschäftigten die jeweiligen Potenziale und Kompetenzen effizient fördern und eine Arbeitsorganisation und -gestaltung entwickeln, die den Anforderungen von Industrie 4.0 Rechnung trägt. Ausreichend ist dies jedoch alleine in keinem Fall. Es darf nicht zu einer weiteren kontinuierlichen Entkopplung von technologischem Fortschritt auf der einen und der Entwicklung der politischen Rahmenbedingungen auf der anderen Seite kommen.

Daher darf es auch nicht nur das Ziel sein, den heutigen Status quo zu erhalten, sondern es ist in einigen Bereichen eine konsequente maßvolle Fortentwicklung des bestehenden Rahmens notwendig. Dazu gehört in diesem Kontext - neben einer bedarfsgerechten Bildungs- und Qualifizierungspolitik - insbesondere auch eine moderne Arbeitsmarktpolitik mit einem entsprechend modernen Arbeitsrecht. Die Arbeitsmarktpolitik muss hierbei noch viel stärker als ein entscheidender Standortfaktor gesehen werden. Im Zuge der Digitalisierung muss dabei das Rad aber nicht völlig neu erfunden werden. Zahlreiche bestehende und bewährte Instrumente gewinnen jedoch noch mehr an Bedeutung und müssen entsprechend weiter entwickelt werden bzw. erhalten bleiben.

Der VDMA hat sich daher bereits intensiv an der Dialogplattform „Arbeiten 4.0“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales beteiligt und die Positionen des Maschinen- und Anlagenbaus eingebracht.

Die ausführliche Stellungnahme zu dem Grünbuch des Ministeriums ist diesem Artikel beigefügt.

Bildquelle : Simone M. Neumann - Bundestag

Seus, Fabian
Seus, Fabian
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