Maschinenbau: Größter industrieller Arbeitgeber


 

Eine gute Arbeitsmarktpolitik ist die Grundlage für unsere Wettbewerbsfähigkeit

Schon im Jahr 2014 überschritt unsere Maschinenbau-Industrie in Deutschland die Schwelle von einer Million Beschäftigten. Wir sind damit größter industrieller Arbeitgeber für Ingenieure und Facharbeiter. Diese Stellen sind stabil und krisensicher, wir zahlen gute Löhne – im Schnitt verdiente im Jahr 2014 ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer im Maschinenbau 55.288 Euro. Und wir bilden überdurchschnittlich häufig junge Menschen aus!

Gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unser wichtigster Erfolgsfaktor und der Schlüssel für unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit. Herausforderungen dabei sind unter anderem zunehmende zyklische konjunkturelle Schwankungen und die Digitalisierung der Produktion. Wir müssen flexibel mit dem Auftragseingang atmen können, und wir müssen Leitanbieter in Zukunftsfeldern wie der vernetzten Produktion (Industrie 4.0) werden.

Flankierend sind wir dazu auf eine gute Arbeitsmarktpolitik angewiesen. Wie erfolgreich Arbeitsmarktpolitik sein kann, hat die Agenda 2010 der Regierung Schröder bewiesen, die den Grundstock für die aktuelle Rekordbeschäftigung in Deutschland gelegt hat. Bedauerlich ist allerdings, dass aktuell einige Erfolgsschrauben zurückgedreht werden. Arbeitsmarktpolitische Entscheidungen wirken langfristig. Aktuell profitieren wir von richtigen Weichenstellungen in der Vergangenheit, heute müssen wir die Weichen für die Zukunft stellen.

Für den Maschinenbau steht dabei im Mittelpunkt: Wir brauchen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die Herausforderung Industrie 4.0 meistern. Flexibilisierungsinstrumente wie Werk- und Dienstverträge und die Zeitarbeit dürfen nicht eingeschränkt werden. Die Rente mit 63 verschärft unseren Fachkräftemangel und ist kontraproduktiv. Die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns ist nicht nur ordnungspolitisch verfehlt, durch Regelungen zur Auftraggeberhaftung ist auch für unsere Unternehmen ein unnötiger bürokratischer Aufwand entstanden. Diese Themen und einige mehr werden wir in diesem Themenportal vertiefen: Aus Sicht des Maschinenbaus, aus externer Sicht und immer faktenbasiert.

Ihr Thilo Brodtmann
VDMA-Hauptgeschäftsführer


 

 

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